In vielen Medien – vor allem im technischen Bereich – liest man momentan von der Überwachung durch NSA, BND und den britischen Geheimdienst. Stecken sie nun alle unter einer Decke oder nicht? Spioniert der eine Geheimdienst den anderen aus? Die Meldungen zeigen jede Woche in eine andere Richtung. Aber das soll auch nicht Thema dieses Beitrags sein.

Vor ein paar Tagen habe ich mir den Apfelklatsch Podcast angehört. Genauer die Folge 90. Dort trifft Toby (mit der Zuschreibung der Person mag ich auch falsch liegen), dass es ein Problem geben könnte, wenn man seine Kommunikation und Daten verschlüsselt. Man würde sich ja noch verdächtiger machen.

Dieser Aussage kann ich allerdings überhaupt nicht zustimmen. Und das aus mehreren Gründen.

  1. Ich will mein Handeln nicht an einer Organisation messen. Denn wenn ich das tue, darf ich auch keine Demonstration im antifaschistischen Bereich mehr besuchen. Denn damit mache ich mich auch ggf. beim Verfassungsschutz “verdächtig” ein böser Linksextremist zu sein.
  2. Ich verschlüssele zwar auch weil ich nicht will das Geheimdienste meine Inhalte einsehen. Aber eben nicht nur deswegen. Mit einer Verschlüsselung von Kommunikation und Daten schütze ich mich auch vor potentiellen Angriffen auf selbige von Privatpersonen oder sonstigen Organisationen.
  3. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es keine 100% Sicherheit geben kann. Mit genug Zeit und Rechenpower ist jede Verschlüsselung knackbar. Aber den Geheimdiensten es einfach machen muss ich natürlich auch nicht. Wenn sie die Daten von jeder x-beliebigen Person speichern, dann sollen sie sich erst mal die Mühe den Kram zu entschlüsseln. Vielleicht entstehen ja neue Arbeitsplätze? 😉

In der selben Folge wird allerdings auch ein interessanter Satz gesagt, den ich in Zukunft den Menschen mit den Argument “Aber ich habe doch nix zu verbergen!” an den Kopf werden werde. Und zwar sollte man diese Leute doch einfach mal nach Kontonummer und PIN fragen. Wird wohl eher weniger Menschen geben, die einem so etwas einfach aushändigen 😉

Ein anderen Beispiel wäre auch die Frage, nach der letzten Krankheit, dem letzten Geschlechtsverkehr oder ähnliches. Oft sind es ja genau solche Dinge die über das Netz kommuniziert werden. Und wollt ihr das irgend ein_e Agent_in dieses Zeug liest? Also ich nicht…